Projekte


Jugend Präventions Fahrt:

 

60 Polizeibeamte, Pädagogen sowie Ehrenamtliche und mehr als 600 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis siebzehn Jahren nahmen an den bisherigen 13 Kinderpräventionsfahrten des Münchner Sicherheitsforums e.V. (MSF) und des Polizeipräsidiums München teil.
Die Kinder kamen aus Einrichtungen wie dem Kinderheim Feldkirchen, Sehbehinderten- und Blindenzentrum Südbayern, Haus für Mutter und Kind an der Bleyerstr., Jugendhilfeeinrichtung Weitblick, Nikolaidisstiftung, Waisenhaus München, Sinzinger Hof, Kinderschutz München, FC Hertha München sowie aus verschiedenen Münchner Schulen.

 

„Eine sehr beeindruckende Bilanz unseres wohl einzigartigen Ferienpräventionsaufenthalts für Kinder“, sind sich die Vorstandsmitglieder einig. Ein wichtiges Motto der Fahrten ist: „Offen sein für alles, was anders ist!“ Eine gewinnbringende Balance aus Ferienfahrt und polizeilichen Präventions- und Selbstsicherheitstrainings für Kinder.

 

Das erklärte Ziel des Münchner Sicherheitsforums und des Polizeipräsidiums München war es von Anfang an, dass Kinder und Jugendliche, mit völlig unterschiedlichen, zum Teil traumatischen Schicksalsschlägen, aber auch Kinder aus sogenannten „intakten Familien“ in ihren Ferien ein Stück weit zusammenwachsen. Sie sollen sich kennen lernen und gemeinsam den Alltag für eine kurze Zeit vergessen. Dazu gehört in erster Linie, sich auf „Neues“ bzw. „Fremdes“ einzulassen und Vorurteile abzubauen. Sehbehinderte spielen zusammen mit Waisenkindern, Kinder, die durch Häusliche Gewalt oder sonstige Misshandlungen traumatisiert sind, mit Flüchtlingskindern und Förderschüler mit Gymnasiasten.

 

Während der Veranstaltung lernen die Kinder sehr schnell „die Geschichten“ des anderen kennen und wachsen zu einer Gemeinschaft zusammen. Erstaunlich war und ist es für die Betreuer bei jeder Fahrt wieder aufs Neue, wie schnell Kinder im Spiel und bei gemeinsamen Präventionsaufgaben aufeinander zugehen, sich gegenseitig helfen oder unterstützen und als Gruppe zusammenwachsen. Bemerkenswert ist es außerdem, wie schnell aus Erziehern, Sozialpädagogen, Polizeibeamten, Lehrern und ehrenamtlichen Helfern aus völlig unterschiedlichen Bereichen jedes Jahr ein effektives und kollegiales Team entsteht. Jeder lässt sich auf die beruflichen Einstellungen und Philosophien des jeweils anderen Berufsstands ein. Gerade die Vielseitigkeit der teilnehmenden Kinder und Betreuer macht diese Ferienmaßnahmen zu etwas Außergewöhnlichem und ist mit verantwortlich für den Erfolg.

 

Es entwickeln sich bei jedem dieser Ferienaufenthalte neue Freundschaften. Insbesondere werden viele Freundschaften zwischen den Kindern und den Polizeibeamtinnen und – beamten, die zum großen Teil noch heute Bestand haben, geschlossen. So besuchen heute noch Polizeibeamte „ihre Schützlinge“ in den verschiedenen Einrichtungen. Besonders viele Kontakte entstanden zwischen Polizisten und den Kindern aus dem Kinderheim der Inneren Mission in Feldkirchen. Erwähnenswert ist unter anderem der seit Jahren bestehende Kontakt des mittlerweile pensionierten Polizeibeamten, Günter Gareis, zu Feldkirchner Kindern, die an der Fahrt teilgenommen hatten. So lässt er es sich bis heute nicht nehmen, zu den Geburtstagen der Kinder mit einem Kuchen zum Waisenhaus zu fahren und mit der gesamten Gruppe bei Kakao und Kuchen zu feiern und zu singen.

Der Polizist Alexander Schwandner hat die „Patenschaft“ von Kindern im Paulihof des Kinderschutz München e.V. übernommen und unterstützt die Pädagogen bei der Organisation und Durchführung von Ferienmaßnahmen. 

 

Die bisherigen Aufenthalte der einwöchigen Fahrten in den letzten Jahren waren Brixen, Deggendorf/Gut Aiderbichl, Altenmarkt im Salzburger Land, Rügen, Todtmoos im Schwarzwald, drei Fahrten nach Bozen und Seefeld am Wörthsee. 

Im Jahr 2013 wurde ein neues Organisationsteam aus den Reihen der Münchner Polizei und eines ehrenamtlichen Mitarbeiters der Hypo Vereinsbank gewonnen und dadurch die Fortführung des Projekts gewährleistet.

Zielort der Kinderpräventionsfahrt ist seither das „Gästehaus Oberaudorf“ der „UniCredit Bank AG“ unterhalb des „Tatzlwurms“.

 

Neben Toben und Spielen und vielen weiteren Freizeitaktivitäten wie Bergtouren, Sommerrodeln, Ponyreiten und einer „Biberwanderung“, Singen am Lagerfeuer und das Bauen eines eigenen Klettergartens, stehen auch Präventionsangebote der Jugendbeamten der Polizei auf dem Programm. Das Motto „Natur ist uns Droge genug“ verrät bereits eines der präventiven Schwerpunktthemen, nämlich das Thema „Sucht“. Auf Grund des Mottos ist vorgesehen, dass die Betreuer und die Kinder ihr Handy freiwillig abgeben und auch während des Aufenthaltes auf Fernseh- und Internetkonsum gänzlich verzichten. Um die notwendige Erreichbarkeit zu gewährleisten, wird natürlich ein „Notfallhandy“ im Einsatz sein

 

 

Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und der großzügigen Sponsoren ließe sich dieses wunderbare Projekt nicht durchführen. Auch an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt‘s Gott“ an alle Unterstützer! 


Hausaufgaben Heft:

 

Die Kinder- und Jugendprävention des Polizeipräsidiums München mit Schwerpunkt Verhaltensprävention an den Schulen bildet den ersten Baustein der polizeilichen Präventionsarbeit.

Schon seit dem Schuljahr 1996/1997 verteilten die Jugendbeamten des Präsidiums München das sogenannte „Hausaufgabenheft“ mit der Integrationsfigur dem „Schanderl“ an die Schülerinnen und Schüler der kommenden 3. Jahrgangsstufen an den Münchner Stadt- und Landkreisschulen, wobei die Kinder auf diese Weise „ihren Beamten“ persönlich kennen lernen.

 

Vom Münchner Sicherheitsforum e.V. mit Unterstützung der Landeshauptstadt München, dem Referat für Bildung und Sport, finanziert, sind im Hausaufgabenheft kindgerecht wertvolle Tipps zum Schutz vor Kriminalität sowie vor den Gefahren im Straßenverkehr präsentiert. Damit können sich unsere Kleinen beispielsweise vor Radldiebstahl, Mobbing oder Zoff in der Schule schützen, im Fall des Falles einen Notruf absetzen oder bei besonders sensiblen Themen wie „Ansprechen durch Fremde“ richtig verhalten. Und - unser „Schanderl“ surft natürlich auch im Internet!

 

 

Durch den aktiven Einsatz unserer Präventionsmedien wie dem „Hausaufgabenheft“ mit einer Auflagenhöhe von 14.500 Stück versuchen wir, die Kinder unserer schönen Stadt für das Leben zu stärken und die ersten Schritte etwas sicherer zu gestalten. 

 

 

Wir wünschen uns, dass unser „Hausaufgabenheft“ als unverzichtbarer Bestandteil früh beginnender Präventionsarbeit im nächsten Jahr vielleicht auch weitere Sponsoren findet, damit auch die kommenden Drittklässler ihr Hausaufgabenheft wieder in den Händen halten können!


Lesefüchse:

Polizeibeamte in Uniform lesen den Schülern der 2. Jahrgangsstufe vor. Ziel dieser seit 2007 bestehenden Kooperation von Lesefüchse e.V. mit dem Polizeipräsidium München und dem Münchner Sicherheitsforum ist es, das Vertrauen der Kinder in die Polizei zu stärken und mit „ungewöhnlichen Vorbildern“ zum Lesen zu animieren.


Nach der Vorleseaktion erkundeten die Schüler selbstverständlich noch „live“ die Streifenfahrzeuge der Polizeibeamten und ließen sich interessiert die polizeilichen Ausrüstungsgegenstände erklären.